Kritiken
Nürnberger Nachrichten vom 03. 09. 2003
(Lizzy u. die weißen Lilien in Etlaswind)
"...Die 'Quotenfränkin' Irene von Fritsch aus Erlangen war auf dem Violoncello die absolut ideale Besetzung. Den Tonraum, den ihr Instrument ihr zur Verfügung lässt, verstand sie intelligent einzusetzen um die Klangfarben der Stauß´schen Melodien voll zur Geltung zubringen. ..."
Süddeutsche Zeitung vom 08.07.2003
(Ensemble Euterpe in Planegg)
"... Jeder Ton, den [Georg Brinkmann] seinem Instrument entlockte, saß dort, wo er ihn haben wollte. Die anderen Instrumente gaben ihm dabei den musikalischen Rahmen - die vier Streicher spielten feinfühlig und sicher."13. Januar: NEUJAHRSKONZERT zugunsten des Karl-Heller-Stift Rb.
Fränkischer Tag vom 27.11.2002
(Irene v. Fritsch, Cello und Gudrun Brückner, Klavier)
"...Der Einklang des meisterlich gespielten Cellos mit seinen vielfältigen Klangfarben und des Klaviers, das mit Leidenschaft und Hingabe bedient wurde, zog die Zuhörer in den Bann. I. v. F. und G. B. spielten mit technischer Brillanz, jedoch nicht zum Selbstzweck, sondern um ihr Anliegen transparent zu machen..."
Konzert in Scheinfeld aus Anlaß eines Portraits des Komponisten Hans Allers
Porträt des Komponisten Hans-Günther Allers Offen für Strömungen Mit KlangKonzepteEnsemble - Premiere für Wertheimer Trio SCHEINFELD - Mit einem Komponistenportrait wurde am Wochenende die Reihe der Schwarzenberger Schlosskonzerte im neuen Jahr eröffnet. Hans-Günther Allers, geboren 1935 in Hamburg, jetzt in Burghaslach lebend und ein wichtiger deutscher Komponist der Gegenwart, moderierte und gestaltete seinen Abend am Klavier zusammen mit Mitgliedern des KangKonzepteEnsembles der Neuen Pegnitzschäfer aus Nürnberg: Irene von Fritsch, Violoncello, Wilfried Krüger Horn, und Gottfried Rüll, ebenfalls am Steinway-Flügel. Souveränität in der Erfahrung mit den Techniken und Intentionen der Neuen Musik kennzeichnen dieses Ensemble. Der Pianist bewältigt Kaskaden und irrwitzige Repetitionen; die Cellistin wird vielmals durch Vibrati, Flageoletts, Doppelgriffe und Pizzicati gefordert und hinterlässt den stärksten Eindruck. Und auch in den diffizilen Hornparts werten kleinere Trübungen die beachtliche Leistung des Solisten bei scheinbar endlosen Tenuti, getragener Melodik, Dämpfereffekten oder grellen Ausbrüchen nicht ab. Die drei Instrumente sind erklärte Favoriten des Jubilars, dessen Prägung durch seine Geburtsstadt am Meer sich in der Offenheit für Strömungen unserer Zeit und vergangener Musikepochen, für Unterhaltungsmusik, Folklore und Exotik. aber auch für den Jazz und Literarisches niederschlägt. Allers scheut Eklektizismen keineswegs, wenn er in seinem Duo "Nostalgie" das Fin de Siecle beschwört oder in einer Fantasie für Solocello im Geiste Bachs schwelgt. Vergleichbar seinem großen älteren Landsmann Genzmer, präsentiert er am Flügel Miniaturen, die für Unterrichtszwecke während seiner Tätigkeit als Klavierlehrer entstanden. Aber im Gegensatz zu dem Bayern aus Bremen schreibt der Franke aus Hamburg unbekümmerter, vielfältiger, vielleicht stilistisch weniger eindeutig; die Stücke erinnern mal an Prokofieff (Präludium), mal an Ravel (Berceuse) oder Poulenc (Bagatelle). Ländler klingen herauf oder eine Harmonika wird imitiert. Charmante Nummern, die der 70-Jährige ohne jede rituelle Attitüde zum Besten gibt. Allers ist primär Rhythmiker, der Ostinato-Wirkungen schätzt. Während er in seiner recht frühen Suite für Horn und Klavier mit Kontrasten experimentiert und man sogar Webern zu hören vermeint, ist das erst kürzlich entstandene Duo für Cello und Klavier einheitlicher im Ausdruck. Das Moment des Parodistischen, einen spezifischen neoklassizistischen Humor verdeutlicht 'auch die offensichtlich von ihm gemochte Satzbezeichnung "Capriccio". Seine besondere Note erfährt das Geburtstagskonzert durch eine Uraufführung in der ungewöhnlichen Gesamtbesetzung des Abends. 2004 entstand das Opus 91 als "Wertheimer Trio". Ein in den Klangwirkungen immer wieder überraschendes, raffiniert fahles Notturno wird von drängenden, rhythmisch pointierten und deutlich jazzoid gefärbten Ecksätzen eingerahmt. Die erweiterte Tonalität steht wohl in der Tradition Hindemiths. Diese ungemein frisch und kraftvoll . interpretierte Komposition ruft beim Publikum begeisterten Beifall hervor. Keinesfalls hier vergessen werden darf die Würdigung des Jubilars durch den Burghaslacher Autor und Journalisten Friedhelm Sikora. Jenseits aller Abgedroschenheit erweist sich der kleine Essay, den der Gratulant mit sonorer Stimme vorträgt, als ein Feuerwerk an subtilen Anspielungen, Belesenheit und feinsinniger Ironie. Vor , der Folie einer Kulturgeschichte seit der Genesis bis zu Hitlers Schergen als ungebremstes Anwachsen jeglichen Lärmes dank Profilneurosen und Merkantilismus erscheint Allers als eine Persönlichkeit, die stets leise, aber unbeirrt, quasi mühelos.gegen den Strom geschwommen ist.
Erlanger Nachrichten vom
Three Colours - "Heike Wetzel - Gudrun Brückner - Irene v. Fritsch:"
Leidenschaftlich und traumhaft "Three Colours" in Uttenreuth:
Wenn ein Konzertprogramm interessant gestaltet ist und die Leistungen der Musiker überzeugen, ist das schon erfreulich. Wie schön, wenn sie es dann auch noch schaffen, den Funken der Freude am Musizieren auf ihre Zuhörer überspringen zu lassen! Dem Flötentrio "Three Colours", das im "Schwarzen Adler" in Uttenreuth zu erleben war, gelang all das zusammen. Heike Wetzel (Flöte), Irene von Fritsch (Cello) und Gudrun Brückner (Klavier) boten ein buntes Programm mit Werken slawischer, französischer, argentinischer und spanischer Komponisten dar. Hierbei begeisterten sie ihr Publikum nicht nur durch Souveränität und Professionalität, sondern sie verstanden es auch, die rhythmisch zumeist sehr diffizilen Werke dennoch leicht und spritzig vorzutragen. Hiervon lebte vor allem das anspruchsvolle Trio des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinu, mit dem der Abend eröffnet wurde. "Three Colours" (die so heißen, "weil ihre Instrumente aus drei ganz verschiedenen Ecken des Klangspektrums kommen") sind nicht nur exzellent aufeinander eingespielt, sondern wussten gerade bei diesem Stück auch Spannung aufzubauen und ihm eine differenzierte Dynamik zu verleihen.
Drei spanische Lieder: Irene von Fritsch trug drei spanische Lieder für Violoncello und Klavier von Manuel de Falla vor, die durch ihr folkloristisches Kolorit bestechen. Heike Wetzel begeisterte mit ihrer Interpretation von Variationen über Themen aus der Oper "Carmen" (Georges Bizet) von François Borne. Die Musikerin bot die sehr virtuosen Variationen präzise dar und ließ sie dabei dennoch kokett-verführerisch klingen. Mit zwei Stücken aus den "Danzas Espagnolas" für Klavier solo von lsaac Albeniz konnte die Pianistin Gudrun Brückner, die bisher vor allem als sehr sichere Begleitung aufgefallen war, dann ihr großes Können solistisch unter Beweis stellen. Sie musizierte die teils zum Träumen elegischen, teils atem-beraubend temporeichen "Danzas Espagnolas", die passagenweise Gitarrenklänge imitieren und unüberhörbar von arabischer Musik beeinflusst sind, technisch einwandfrei und leidenschaftlich. Zuletzt erklang der Tango "Adios Nonino" von Astor Piazzolla in einer gelungenen Bearbeitung von Gudrun Brückner, in der die Pianistin die ursprüngliche Stimmenanzahl auf die der Trio-Besetzung reduzierte. Auch dieses Stück gefiel, und so spielten die drei als Zugabe noch eine traumhafte Bearbeitung der sowieso schon traumhaften "Sicilienne" von Gabriel Faure, der diese ursprünglich nur für Cello und Klavier geschaffen hatte.